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Wer mit Leistungsmessung Strom bezieht (ab etwa 100.000 kWh/Jahr), zahlt einen Leistungspreis von rund 60 bis 150 € pro kW und Jahr (Bayernwerk-Netz 2026: 99,17 €/kW). Allein die höchste Jahreslastspitze bestimmt diesen Preis für zwölf Monate. Ein Batteriespeicher kappt diese Spitzen in Millisekunden und senkt den Leistungspreis direkt; mit Photovoltaik amortisiert er sich oft in 4 bis 6 Jahren.
Eine einzige Viertelstunde bestimmt zwölf Monate
Ab einem Jahresverbrauch von rund 100.000 kWh wird Ihre Leistung im 15-Minuten-Takt gemessen (registrierende Leistungsmessung). Aus all diesen Werten zählt nur einer: die höchste Viertelstunde im Jahr. Sie legt den Leistungspreis fest, den Sie zwölf Monate lang zahlen. Bei 60 bis 150 € pro kW und Jahr, im Bayernwerk-Netz 2026 konkret 99,17 €/kW, summiert sich das schnell: Eine vermeidbare Spitze von 100 kW kostet so rund 9.900 € pro Jahr, ohne dass dafür mehr Arbeit geleistet wurde.
| Leistungspreis (Bsp. Bayernwerk MS 2026) | 99,17 €/kW·a |
|---|---|
| 100 kW Lastspitze gekappt | ca. 9.900 €/Jahr |
| Speichergröße (Richtwert) | ~10–20 % der Spitzenlast |
| Amortisation Speicher mit PV | ca. 4–6 Jahre |
Peak Shaving: der Speicher fängt die Spitze ab
Beim Peak Shaving überwacht ein Lastmanagement laufend die bezogene Leistung. Steigt sie über eine eingestellte Grenze, springt der Batteriespeicher in Millisekunden ein und deckt die Spitze aus der Batterie. Nach außen, also am Zähler, bleibt die Leistung unter dem Grenzwert; genau diesen Wert berechnet der Netzbetreiber. Der Effekt ist direkt und reform-unabhängig: Sie senken die gemessene Höchstlast, egal wie sich Netzentgelt-Regeln künftig entwickeln.
Wie groß muss der Speicher sein?
Als Richtwert genügen oft 10 bis 20 % der Spitzenlast über eine halbe bis zwei Stunden. Die saubere Auslegung kommt aus einer Analyse Ihrer 15-Minuten-Lastgänge: Wie hoch, wie häufig und wie lang sind die Spitzen wirklich? Ein zu kleiner Speicher verpufft, ein zu großer bindet unnötig Kapital. Gewerbespeicher liegen 2026 bei grob 410 bis 450 € pro kWh nutzbarer Kapazität.
Was Peak Shaving spart
Allein über die Lastspitzen-Ersparnis amortisiert sich ein Speicher meist in 8 bis 12 Jahren. Dazu kommt ein regulatorischer Nebenhebel: Für atypische Netznutzung gibt es reduzierte Netzentgelte nach §19 Abs. 2 StromNEV; dieser gilt 2026 noch, eine Reform ist aber absehbar. Verlassen Sie sich deshalb auf den verlässlichen Teil, die direkte Senkung des Leistungspreises, und nehmen Sie §19 als Zusatzeffekt mit.
Am stärksten zusammen mit Photovoltaik
Wirtschaftlich wird der Speicher vor allem in Kombination mit einer Gewerbe-PV-Anlage: Dieselbe Batterie hebt tagsüber den Eigenverbrauch (von typisch 40 bis 70 % auf 60 bis 85 %) und kappt die Lastspitzen. Mit diesem Doppelnutzen sinkt die Amortisation auf etwa 4 bis 6 Jahre. In unseren Gewerbeprojekten, etwa einer Anlage mit 1.250 kWp und Lastspitzenoptimierung, war der Speicher Teil einer Lösung, die sich in rund 7 Jahren rechnet.
Wie hoch sind Ihre Lastspitzen?
Wir analysieren Ihren Lastgang und legen Speicher und Lastmanagement so aus, dass sich die Investition über die Leistungspreis-Ersparnis trägt. Unverbindlich.